Was ist eine Hybrid-Rentenversicherung?

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Das Wichtigste in Kürze

Was versteht man unter einer hybriden Rentenversicherung?
Eine hybride Rentenversicherung ist eine private Altersvorsorge mit Garantie und Fondsanlage. Mehr dazu hier.

Ist eine fondsgebundene Rentenversicherung sinnvoll?
Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann sinnvoll sein, wenn man hohe Renditechancen sucht und Risiken akzeptiert. Weitere Infos hier.

Für wen lohnt sich eine Riester-Rente?
Eine Riester-Rente lohnt sich für rentenversicherungspflichtige Personen, die von der staatlichen Förderung profitieren können. Erfahre hier mehr.


Eine hybride Rentenversicherung kann Dir viel bringen – vorausgesetzt, Du weißt, was das ist. Keine Sorgen, wir helfen Dir – wir klären die wichtigsten Fakten zum Thema auf. Was macht eine Rentenversicherung dieser Art aus? Ist eine fondsgebundene Rentenversicherung sinnvoll? Und für wen lohnt sich eine Riester-Rente?

Hybride Rentenversicherung – eine kluge Investition

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Eine hybride Rentenversicherung kann zu einem komfortablen Rentner-Dasein beitragen.

Eine hybride Rentenversicherung ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die Elemente der klassischen und der fondsgebundenen Rentenversicherung kombiniert.

Das heißt, Du zahlst Beiträge in einen Vertrag ein, der sowohl eine Garantie für Dein eingezahltes Kapital als auch eine Renditechance durch die Anlage in Fonds bietet. So profitierst Du von den Vorteilen beider Varianten: Sicherheit und Flexibilität.

Eine Hybrid-Rentenversicherung eignet sich vor allem für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die eine höhere Rente als bei einer reinen Garantieverzinsung anstreben, aber auf eine gewisse Absicherung nicht verzichten wollen.

Hinweis: Es gibt verschiedene Anbieter und Tarife für hybride Rentenversicherungen, die man vergleichen sollte, um das für sich passende Angebot zu finden.

Wie hoch ist die Renditechance bei einer hybriden Rentenversicherung? Die Renditechancen einer hybriden Rentenversicherung hängen von dem gewählten Garantieniveau, der Fondsauswahl, der Kapitalmarktentwicklung und den Kosten des Vertrages ab.

Je höher das Garantieniveau, desto geringer sind in der Regel die Renditechancen, da mehr Beiträge in das Sicherungsguthaben fließen müssen. Je nach Anbieter und Tarif kann das Garantieniveau zwischen 50 %, 80 % oder 100 % der eingezahlten Beiträge liegen.

Auch die Fondsauswahl beeinflusst die Renditechancen, da verschiedene Fonds unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile aufweisen. Generell gilt: Je höher das Risiko eines Fonds, desto höher ist die erwartete Rendite, aber auch die Schwankungsbreite.

Hinweis: Die meisten Anbieter bieten eine Auswahl verschiedener Fonds an, darunter auch nachhaltige Investments.

Ein weiterer Faktor, der die Renditechancen einer hybriden Rentenversicherung bestimmt, ist die Kapitalmarktentwicklung. Da ein Teil der Beiträge in Fonds investiert wird, hängt die Wertentwicklung des Fondsguthabens von den Schwankungen am Kapitalmarkt ab. Das bedeutet, dass die Renditechancen sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen beeinflusst werden.

Schließlich schmälern die Kosten des Vertrages die Renditechancen einer hybriden Rentenversicherung. Dazu gehören beispielsweise Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten. Diese Kosten reduzieren die Sparbeiträge und damit das Kapital, das für die Fondsanlage zur Verfügung steht.

Tipp: Daher sollte bei der Auswahl einer hybriden Rentenversicherung auch auf die Kostenquote geachtet werden.

Fondsgebundene Rentenversicherung – sinnvoll?

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Beim Abschluss Deiner Rentenversicherung solltest Du auf bestimmte Aspekte aufpassen.

Ob eine fondsgebundene Rentenversicherung für Dich sinnvoll ist, hängt von Deinen persönlichen Zielen, Präferenzen und Deiner Risikobereitschaft ab.

Denn: Eine fondsgebundene Rentenversicherung bietet Dir die Möglichkeit, von den Renditechancen des Kapitalmarktes zu profitieren und gleichzeitig eine lebenslange Rente zu erhalten.

Allerdings musst Du auch das Risiko von Verlusten in Kauf nehmen, da die Wertentwicklung Seiner Beiträge von den Schwankungen der Fonds abhängt. Außerdem sind fondsgebundene Rentenversicherungen oft mit hohen Kosten verbunden, die Deine Rendite schmälern können.

Beachte diese Punkte

Deshalb solltest Du vor dem Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung folgende Punkte beachten:

Die Auswahl der Fonds: Du solltest auf eine breite Streuung Deines Kapitals über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen achten, um das Risiko zu verringern. Außerdem solltest Du möglichst kostengünstige Fonds wählen, zum Beispiel ETFs, die einen Börsenindex nachbilden. Diese haben in der Regel niedrigere Verwaltungsgebühren als aktiv gemanagte Fonds.

Das Garantieniveau: Je nach Anbieter und Tarif kannst Du ein unterschiedliches Garantieniveau für Deine Beiträge wählen. Dieses bestimmt, wie viel Prozent Deiner eingezahlten Beiträge Dir zum Rentenbeginn mindestens zur Verfügung stehen.

Zur Erinnerung: Je höher das Garantieniveau, desto geringer sind in der Regel die Renditechancen, da mehr Beiträge in das Sicherungsguthaben fließen müssen. Umgekehrt bedeutet ein niedrigeres Garantieniveau mehr Flexibilität und Renditepotenzial, aber auch mehr Risiko.

Die Kosten des Vertrags: Fondsgebundene Rentenversicherungen sind oft mit hohen Kosten verbunden, die die Rendite erheblich schmälern können. Neben den Verwaltungs- und Vertriebskosten für die Fonds fallen oft hohe Abschlusskosten an. Diese schmälern die Sparbeiträge und damit das Kapital, das für die Fondsanlage zur Verfügung steht.

Tipp: Bei der Auswahl einer fondsgebundenen Rentenversicherung sollte daher auch auf die Kostenquote geachtet werden.

Die steuerliche Behandlung: Die steuerlichen Vorteile einer fondsgebundenen Rentenversicherung hängen davon ab, ob Du Dich für eine monatliche Rente oder eine Einmalauszahlung entscheidest.

  • Wenn Du Dich für eine Rente entscheidest, musst Du nur den Ertragsanteil versteuern, der je nach Alter bei Rentenbeginn zwischen 18 % und 27 % liegt.
  • Entscheidest Du Dich für eine Einmalauszahlung, musst Du nur die Hälfte der Erträge versteuern, wenn Du mindestens 12 Jahre eingezahlt hast und mindestens 62 Jahre alt bist.

Was heißt das nun? Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann also sinnvoll sein, wenn Du bereit bist, ein höheres Risiko einzugehen und Dich gut über die verschiedenen Anbieter und Tarife informierst.

Schon gewusst? Eine Alternative zur fondsgebundenen Rentenversicherung ist zum Beispiel eine ETF-basierte Rürup-Rente, die Dir ebenfalls hohe Renditechancen bietet, aber mit geringeren Kosten und höheren Steuervorteilen verbunden ist.

Riester-Rente: Lohnenswert für wen?

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Möchtest Du auch im Alter komfortabel leben? Eine Riester-Rente kann dabei helfen.

Für folgende Gruppen ist eine Riester-Rente lohnenswert…

  • Du bist rentenversicherungspflichtig, zum Beispiel als Arbeitnehmer, Beamter, Auszubildender oder geringfügig Beschäftigter.
  • Du bist selbständig und freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert.
  • Du bist nicht erwerbstätig, aber mit einem Riester-Sparer verheiratet.
  • Du erhältst Arbeitslosengeld I oder II, Krankengeld oder Elterngeld.

Wenn du zu einer dieser Gruppen gehörst, kannst Du von der staatlichen Förderung der Riester-Rente profitieren. Die Förderung besteht aus zwei Teilen: der Zulage und dem Steuervorteil.

Die Zulage beträgt 175 Euro pro Jahr für Dich und 185 Euro bzw. 300 Euro pro Jahr für jedes Kind, für das Du Kindergeld erhältst.

Der Steuervorteil ergibt sich aus dem Sonderausgabenabzug, den Du bei Deiner Steuererklärung geltend machen kannst. Die Höhe des Steuervorteils hängt von Deinem persönlichen Einkommensteuersatz ab.

Achtung: Um die volle Förderung zu erhalten, musst Du mindestens 4 Prozent Deines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen. Wenn Dein Einkommen sehr gering ist, reicht auch ein Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr. Wenn Du mehr als 4 % einzahlen möchtest, kannst Du das tun, aber die Förderung bleibt gleich.

Demnach lohnt sich die Riester-Rente vor allem für Geringverdiener und kinderreiche Familien, da sie von der Zulage profitieren können. Auch für Menschen mit einer hohen Steuerlast lohnt sich die Riester-Rente, denn sie können den Steuervorteil nutzen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Riester-Verträgen, zum Beispiel Rentenversicherungen, Fondssparpläne oder Bausparverträge. Welcher Vertrag für Dich in Frage kommt, hängt von Deinen persönlichen Zielen und Vorlieben ab.

In Kürze: Hybride Rentenversicherung

Eine hybride Rentenversicherung ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die Sicherheit und Flexibilität miteinander verbindet. Sie kombiniert Elemente der klassischen und der fondsgebundenen Rentenversicherung, indem sie sowohl eine Garantie auf das eingezahlte Kapital als auch eine Renditechance durch die Anlage in Fonds bietet.

Eine Hybrid-Rentenversicherung eignet sich für langfristig orientierte Anleger, die eine höhere Rente als bei einer reinen Garantieverzinsung anstreben, aber auf eine gewisse Absicherung nicht verzichten wollen. Es gibt verschiedene Anbieter und Tarife von Hybridrentenversicherungen, die man vergleichen sollte, um das passende Angebot zu finden.

Quellen