Cloud Mining – Definition, Vor- und Nachteile

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Bitcoins sind in aller Munde, ob als Zahlungsart, Zahlungsmittel in einigen Staaten oder als Möglichkeit russischer Oligarchen, sich den gegen dieses Land verhängten Sanktionen zu entziehen. Nur, was sind Bitcoins und vor allem, wie kommst Du als Privatperson an sie heran? Wie werden die Kryptowährungen erschaffen, in Minen „geschürft“? Wie wirst Du Bitcoin Miner?

Das Cloud Mining ist eine Methode, mit der Kryptowährungen wie zum Beispiel die bekannteste, der Bitcoin, aber auch etwa Ethereum, geschürft werden können. Dieser Artikel versucht, ein erstes Licht in dieses Dunkel zu bringen. Hier erfährst Du, wie das Schürfen funktioniert und worauf Du unbedingt achten solltest.

Definition von Cloud Mining

In den Anfangstagen des Bitcoins, aber auch weiterer Kryptowährungen, konntest Du als Privatperson neue Einheiten der Währung durch Mining erzeugen. Diese Möglichkeit besteht mittlerweile nicht mehr, zumindest nicht mehr in diesem Umfang und ist mit wesentlich mehr Aufwand verbunden.

Die Ursache für diese Einschränkung besteht darin, dass bei jedem Mining nunmehr immer weniger Bitcoins erzeugt werden und für das Schürfen der virtuellen Währung immer mehr Rechenleistung und Energie benötigt werden. Letzteres stellt insbesondere angesichts steigender Strompreise ein erhebliches Problem dar.

Leihequipment für das Cloud Mining

Statt selbst in eine teure Computerausrüstung zu investieren, hast Du die Möglichkeit, Dir für das Minen ein Leihequipment zu mieten. Dabei kaufst Du Rechenkapazitäten von darauf spezialisierten Datenzentren, um mit ihrer Hilfe Kryptowährungen zu schürfen.

Diese Vorgehensweise hat eine Reihe von Vorteilen. Zunächst einmal benötigst Du kein technisches Hintergrundwissen für die Anschaffung der benötigten Ausrüstung für den Mining Vorgang. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Du geringere Investitionskosten hast. Dies ist auch deshalb wichtig, weil das Equipment schnell veraltet. Wenn Du eine neue Schürfausrüstung benötigst oder nicht mehr minen möchtest, kannst Du das Equipment oder den Cloud-Mining-Anbieter wechseln oder Dich vom Mining völlig zurückziehen.

Wie funktioniert Cloud Mining?

Beim Cloud Mining schließt Du einen Vertrag ab, bei dem Du wählen kannst, wie viele Megahertz oder Gigahertz pro Sekunde Du erhältst. Umso mehr Du buchst, umso teurer ist Dein Vertrag. In der Regel laufen die Verträge über einen festgelegten Zeitraum. Je nach Anbieter unterscheidet sich der Zeitpunkt der Auszahlung.

Lohnt sich Cloud Mining für Dich?

In den Anfangstagen der Kryptowährungen reichte es aus, einige Rechner mit der erforderlichen Software hintereinanderzuschalten, um Bitcoins zu generieren. Heute sind dazu riesige Datenbanken erforderlich, die aus Hunderten von speziellen Mining Rechnern bestehen, den sogenannten ASICs (Application-specific integrated circuit).

Die für das Mining im Dauereinsatz erforderlichen Strom- und Wartungskosten sowie der Verschleiß sind für Dich durch die Miete abgedeckt. Du bist auch nicht auf die extrem hohen Stromkosten in Deutschland angewiesen, wenn Du diese Möglichkeit nutzt. Die professionellen Rechenzentren haben in der Regel ihren Sitz in Ländern mit niedrigen Stromkosten wie China oder Island.

Vor- und Nachteile des Cloud Mining

Zu den Vorteilen gehört neben dem einfachen Start der Kostenvorteil, der geringe Aufwand und, je nach Anbieter, die Möglichkeit, verschiedene Kryptos schürfen zu lassen. Du sparst die eigene teure Anschaffung von Hard- und Software und hast durch das professionelle Mining höhere Verdienst-Chancen.

Diesen Vorteilen stehen allerdings auch einige Nachteile gegenüber. Es existiert nur eine überschaubare Zahl von Cloud Mining Anbietern und nicht alle sind seriös oder haben freie Kapazitäten.

Was musst Du beim Cloud Mining beachten?

Informiere Dich sehr gut über den Cloud-Mining-Anbieter, wenn Du planst, einen Vertrag abzuschließen. In der Vergangenheit gab es leider einige Betrugsfälle. Als vertrauenswürdig bekannte Anbieter sind häufig überlastet, sodass sie Dir aktuell unter Umständen wegen der hohen Nachfrage keinen Vertrag anbieten können.

Sei Dir zudem darüber bewusst, dass der Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum hochspekulativ ist und großen Schwankungen unterliegt. Dieses Risiko trägst Du.

Das Cloud Mining bietet Dir die Möglichkeit, mit dem Mining von Kryptowährungen zu starten. Hier kannst Du ohne großen Aufwand und hohe Investitionen zum Bitcoin Miner werden. Dir steht auch das Mining anderer Kryptowährungen offen. Beachte allerdings die Seriosität Deines gewählten Anbieters und die Tatsache, dass es sich beim Mining von Krypto-Währungen um ein hochspekulatives und risikoreiches Geschäft handelt.

FAQ: Cloud Mining

Was ist Cloud Mining?

Du schließt einen Vertrag bei einem Anbieter, der für Dich im gebuchten Umfang Kryptowährungen schürft.

Welche Vorteile bietet Cloud Mining?

Du steigst schnell als Krypto Miner ein, benötigst keine teure Hard- noch Software, die zudem veralten kann. Du kannst nach der Vertragslaufzeit kündigen oder den Anbieter wechseln, was Dir Flexibilität verschafft. Je nach Anbieter musst Du Dich nicht auf eine Kryptowährung festlegen.

Welche Risiken beinhaltet Cloud Mining?

Es gibt leider unseriöse Anbieter, während die seriösen Dir oft wegen zu hoher Nachfrage keinen Vertrag anbieten können. Außerdem ist der Handel mit Kryptowährungen ein hochspekulatives Geschäft.

Quellen: